Männer leiden anders …

Die Rolle des Mannes hat sich im letzten Jahrzehnt enorm verändert

Im letzten Jahrzehnt hat sich die Rolle des Mannes in unserer Gesellschaft enorm verändert. Das hängt nicht zuletzt auch mit der Emanzipation der Frau zusammen. War es früher üblich, dass der Mann dafür sorgt, dass die Familie ein gutes Leben und somit Einkommen hat und die Frau für den Haushalt und dem Wohlergehen der Kinder gesorgt hat, hat sich die Rolle des Mannes im letzten Jahrzehnt verschoben, so dass die Erwartungen an den Mann sich komplett verändert haben.

Paradoxerweise haben sich aber die Regeln, die das „Mann sein“ definieren, sich bis heute nicht geändert. So muss ein Mann nach wie vor „hart“ sein. Ein Mann weint nicht und zeigt keine Gefühle – zumindest nicht seine. Er muss Leistungen erbringen und immer „stark“ sein, um nicht als verweichlicht zu gelten.

Kein Wunder also, dass der Mann sich in der heutigen Rolle erst einmal finden muss. Seine Rolle als Familienversorger hat ausgedient. Wozu also, wird der Mann heute noch gebraucht?

Die heutigen Anforderungen an den Mann

Die Anforderungen an den Mann sind in jeder Hinsicht gestiegen. Ob nun im Beruf oder in Beziehungsfragen und die Anforderungen an einen „Mann“ stehen teileweise in Ambivalenz zueinander. Wie soll ein Mann sich da noch zurechtfinden?

In der Beziehung soll gefühlvoll sein und Empathie zeigen, darf aber als „Mann“ seine Gefühle nicht zeigen. Das hat er so gelernt.  Er soll im Job stark sein und soll zu Hause Kinder erziehen, soll genügend Geld verdienen, muss im Job seinen Mann stehen. Die Rolle des Mannes ist in der letzten Jahren sehr vielfältig geworden.

Was bedeutet „Mann sein“ und welche Konsequenzen hat das für Ihr Leben?

Als Mann muss man hart sein, darf keine Gefühle zeigen. Merksätze wie „Ein Indianerherz kennt keinen Schmerz“, „du musst dich behaupten“, „sei man keine Memme …“ usw. sind den meisten Männern schon von Kind auf bekannt.

Das Resultat daraus ist, dass Männer schon früh lernen, ihre Gefühle zu unterdrücken und zu verdrängen. Themen wie Hilflosigkeit oder Überforderung sind für Männer meist ein Tabu. Sie dürfen keine Schwächen zeigen und sind sehr hart in ihrer Selbstkritik.

Dadurch aber, stellen sie sich selbst, ohne dass sie es wissen oder bemerken, unter einen enormen Druck.

Sie vermeiden Dinge, nach denen sie sich eigentlich sehnen und leben so an ihren Bedürfnissen vorbei. Immer nur den Erfolg, ihre Leistung und das „Mann sein“ vor Augen.

Die wenigsten Männer haben jemals gelernt, über ihre Gefühle zu sprechen und haben irgendwann begonnen, diese gar nicht mehr wahrzunehmen.

Männer stecken fest, zwischen ständiger Gefühlsabwehr und Gefühlssehnsucht. Und auf Dauer ist es wirklich schwierig, damit tagtäglich zu leben. Denn ständig wird er damit konfrontiert.

Seine Freunde wollen von seinen Gefühlen gar nichts wissen. Über Gefühle zu sprechen, ist unmännlich. Im Beruf sind Gefühle meist vollkommen unangebracht … und zu Hause dann, wird er wegen seiner Gefühlsabwehr kritisiert und soll seine Gefühle zeigen und sich seiner Partnerin gegenüber öffnen.

Ein schwieriges Unterfangen. Und es ist nicht einfach, aus diesem „Dilemma“, wie Björn Süfke es in seinem Buch „Männerseelen“ benennt, herauszukommen.

Dazu gehört eine Menge Selbstwertgefühl und der Mut, selber das Problem“ beim Schopfe zu packen“ und sich einzugestehen: … so geht es nicht mehr weiter.

Oftmals enden diese ambivalenten Gefühle in psychosomatischen Krankheiten. Denn kein Mensch kann diesen gegensätzlichen Druck ständig aushalten.

Eine Therapie oder ein Coaching kann helfen, diese Ambivalenzen aufzulösen und die eigenen Ressourcen zu entdecken und damit nutzbar zu machen – im Beruf ebenso wie in der Beziehung.

http://www.maennertherapie-hamburg.de

Fotohinweis: 194239_web_R_K_B_by_Uta Herbert_pixelio.de

Gastbeitrag von Birgitt Bandelin zum Thema Schlaf

Gastbeitrag von Birgitt Bandelin,  Schlafcoach und Filialleiterin SAMINA Schlafsysteme Hamburg

Was können Sie persönlich für die Verbesserung Ihres Schlafes tun?

Ein gesunder Schlaf ist von vielen Faktoren abhängig. Eine große
Bedeutung hat dabei unser persönlicher Lebensstil. Er beinhaltet genau jene Bedingungen und jenes persönliche Verhalten, welches Ihren gesunden Schlaf beeinflusst, positiv oder auch negativ.

Achten Sie auf einigermaßen regelmäßige Aufsteh- und Schlafenszeiten. Diese Zeiten sollten idealerweise nicht mehr als 30 Minuten von den gewöhnlichen Zeiten abweichen, auch nicht am Wochenende. Wichtige Körperfunktionen wie die Produktion der Hormone, die Atmung und der Kreislauf unterliegen einem gut auf einander abgestimmten Rhythmus. Gehen Sie daher jeden Tag in etwa zur gleichen Zeit ins Bett und stehen Sie morgens um die gleiche Zeit auf, um die biologischen Rhythmen Ihres Körpers aufeinander abzustimmen.

Hilfreich sind Rituale, sie entspannen, beruhigen und können helfen, den Körper auf das Schlafen einzustimmen. Probieren Sie daher entspannungsfördernde Schlafrituale vor dem Zubettgehen aus. Erprobt und bekannt sind z.B. das Lesen eines Buches, eine Tasse warme Milch mit Honig oder ruhige Musik.

Zu lange Bettzeiten sind ungünstig für einen gesunden Schlaf. Bleiben Sie also nicht länger als nötig im Bett. Die meisten Menschen benötigen zwischen 7 und 8 Stunden Schlaf. Gerade bei Einschlafstörungen kann ein längerer Mittagsschlaf das abendliche Sinken in Morpheus Arme stark verzögern.

Ihr Schlafzimmer sollte einem einzigen Bedürfnis genügen: Ihrem Schlaf! Nutzen Sie dieses Zimmer nicht als Büro. Entfernen Sie Ihre tägliche Arbeit aus dem Schlafraum und verzichten Sie auch auf den Fernseher oder andere digitale Geräte in diesem Raum.

Sorgen Sie unbedingt für Dunkelheit in Ihrem Schlafraum. Ihre Zirbeldrüse, die das schlafregulierende Hormon Melatonin produziert, arbeitet nur bei Dunkelheit optimal. Verbannen Sie daher alle Dauerlichtquellen aus Ihrem Schlafzimmer und sorgen Sie dafür, dass auch keine Lichtreize von außen an Ihren Schlafplatz gelangen. Falls dies nicht möglich ist, verwenden Sie eine Schlafbrille.

Hätten Sie das gedacht? Ihr Bett ist das wichtigste Möbelstück in Ihrem
Haus oder Ihrer Wohnung. Denn Sie verbringen jedes Jahr etwa 4 Monate nur mit Schlafen. Eine schlafbiologisch und schlafmedizinisch optimierte Bettausstattung kann den Schlaf auf allen Ebenen zusätzlich verbessern. Schlafen Sie wie im Wald: metallfrei und antiallergisch. Suchen Sie sich Kissen und Zudecken, die Ihrem Kuschelbedürfnis genügen und trotzdem orthopädisch korrekt und biologisch aktiv sind.

Besonders elektrosensible Menschen sollten für eine elektrosmogarme
Schlafumgebung sorgen. Verzichten Sie auch auf abendliche PC-Arbeit oder den Umgang mit dem Mobiltelefon. Neben der Strahlung ist gerade das blaue Licht der Leuchtdioden schlafstörend. Auch Ihr TV-Gerät strahlt Lichtfrequenzen aus, welche die Bildung des wichtigen, schlafregulierenden Hormons Melatonin verzögern und hemmen. Etwa 2 Stunden vor der zu Bettgehzeit sollten Sie diese Lichtreize meiden. Probieren Sie eine Brille aus, die das blaue Licht filtert. Deaktivieren Sie Ihr WLAN während über Nacht und vermeiden Sie helles Licht, wenn Sie nachts wach werden oder auf die Toilette müssen. Dies kann das Einschlafen erschweren und die innere Uhr umstellen.

Achten Sie auf eine angenehme Atmosphäre sowie ein gutes Raumklima in Ihrem Schlafzimmer. Die individuelle Raumtemperatur zum Ein- und Durchschlafen liegt zwischen 15 und 20 Grad Celsius. Sie sollten weder Schwitzen noch Frieren. Raumtemperaturen über 20 Grad erschweren das Einschlafen, da sich der Körper nicht ausreichend abkühlen kann.

Setzen Sie sich nachts nicht unter Zeitdruck, falls Sie einmal wach werden oder auf die Toilette gehen. Verbannen Sie Uhren aus Ihrem nächtlichen Blickfeld. Kontrollieren Sie nachts nicht die Zeit.

Immer wieder machen wir selbst die Erfahrung: wenn wir abends zu spät oder zu üppig essen, dann können wir schlechter einschlafen. Unser Körper ist zu sehr mit der Verdauung beschäftigt ist. Größere Mahlzeiten sollten daher mindestens 3 Stunden vor der Bettzeit zurückliegen.

Ausführliche Studien beweisen: Alkohol verhilft zu einem leichteren Einschlafen. Er beeinträchtigt aber messbar die Schlafqualität und führt gerade in der zweiten Nachthälfte oft zu Durchschlafproblemen. Die Erholungs-Qualität vermindert sich sehr stark.
Zahlreiche Studien bestätigen, dass regelmäßig ausgeübter Sport bzw.
regelmäßige körperliche Bewegung den Schlaf und die Erholung fördern. Ein Mangel an körperlicher Aktivität kann (gerade auch bei älteren Menschen) zu Schlafstörungen führen. Körperliche Anstrengungen 2-3 Stunden bevor Sie sich betten stören den Schlaf. Bedenken Sie, dass starke körperliche Anstrengungen unser sogenanntes „Sympathisches Nervensystem“ anregen. Es braucht mehrere Stunden bis dieser negative Einfluss nachlässt. Ein kurzer, entspannender Abendspaziergang ist ein sehr guter Tipp.

Genauso wichtig wie richtiges Einschlafen ist auch das perfekte Aufwachen.Nach dem Aufstehen benötigen wir Tages- bzw. Sonnenlicht, frischeLuft und Bewegung. Ideal ist es, wenn man sich nach dem Aufstehen etwa eine halbe Stunde dem Tageslicht aussetzen kann. Dashilft, den Schlaf-Wach-Rhythmus zu stabilisieren und hat zugleich einestimmungsaufhellende Wirkung. Selbst an einemgrauen, bedeckten Tag ist das Tageslicht draußen weit heller als diekünstliche Raumbeleuchtung. Das hilft Ihnen das „Glückshormon“ Serotoninzu bilden. Aus diesem Serotonin wird dann am Abend das wichtige Schlaf- undSchutzhormon Melatonin produziert.

Wichtig: Falls Sie trotz dieser vielen Tipps über einen längeren Zeitraum nichtoder schlecht schlafen sollten, suchen Sie bitte einen Schlafmediziner auf.Die Ursachen können sehr vielfältig sein.Nehmen Sie auf keinen Fall über einen längeren Zeitraum Schlaftabletten ein.

Gute Nacht!

Birgitt Bandelin, zertifizierter Schlaf-Gesund-Coach und Filialleitung bei SAMINA Hamburg

Selbstwert

Was genau ist eigentlich der Selbstwert,  was kann passieren, wenn jemand einen niedrigen Selbstwert hat und wie kann man das ändern?

Der Selbstwert ist unsere eigene Beurteilung darüber  was wir selbst oder unsere Fähigkeiten wert sind.

Wenn wir verliebt sind, aber eine innere Stimme in uns sagt: „wieso sollte sie oder er gerade dich lieben?“ Wenn wir beruflich gerne etwas anderes machen möchten, aber eine innere Stimme in uns sagt: „Das schaffst Du sowieso nicht“, dann hat wieder der innere Kritiker in uns gesprochen, der uns immer wieder klarmachen will, dass wir es doch nicht wert sind. Und der uns immer und immer wieder blockiert.

Durch einen gesunden Selbstwert entwickelt sich Selbstvertrauen.  Je mehr Selbstvertrauen,  desto mehr traut man sich selber zu.

Der Selbstwert wird oftmals boykottiert durch den inneren Kritiker,  der inneren Stimme,  die einem sagt:

Das kannst du sowieso nicht  … das schaffst du nicht … du bist es nicht wert … der oder die ist viel zu gut für mich … ich kann dem nicht gerecht werden … er oder sie hat was besseres verdient als mich …

Sie müssen helfen und es allen Recht machen, Erfolg haben, um geliebt , anerkannt oder beliebt zu sein. Das ist auf die Dauer ganz schön anstrengend und überhaupt ich gesund.

Menschen mit einem niedrigen Selbstwert brauchen die Bestätigung im Außen, dass sie etwas wert sind. Entweder durch Arbeit, Leistung,  Lob oder ähnlichem. Das Problematische daran ist, wenn jemand ständig Bestätigung im Außen sucht und braucht, um sich als wertvoll zu empfinden, steht das auf sehr wackeligen Beinen, denn ohne diese Bestätigung von Außen fühlt man sich wertlos.  Man kann aber nicht ständig Erfolg haben oder gelobt werden, weshalb, wenn diese Bestätigungen von Außen wegfallen,  der Selbstwert in den Keller geht, das führt bei den Betroffenen zu Selbstwertkrisen, die dazu führen können, dass sie noch mehr leisten, bis hin zur Selbstaufgabe, und dann im Burnout oder in der Depression landen.

Diejenigen hingegen, die einem gesunden Selbstwert haben, brauchen ihre Bestätigung nicht um Außen zu suchen, weil sie im Inneren wissen, was sie wert sind.

Was kann ich tun? Wie kann ich meinen Selbstwert stärken?

Den inneren Kritiker und seine Grenzen zu weisen und zu sagen:“halt jetzt mal die Klappe „ funktioniert anfangs meistens leider nicht. Und dennoch ist es sinnvoll, den inneren Kritiker in seine Schranken zu weisen, in dem man immer wieder, wenn man bemerkt, dass der innere Kritiker wieder dabei ist, uns zu boykottieren, sich ihm entgegenstellt durch ein gedankliches grosses Stopzeichen oder indem man sich sagt: Halt doch mal für 10 Minuten Deine Klappe! Je öfter man das macht, desto besser funktioniert ist.

Eine andere Möglichkeit ist, durch z.  B. bioenergetische Übungen Vertrauen in sich selbst  und seinen Körper zu gewinnen.

Ganz wichtig ist auch, sich dem bewusst zu werden, was man alles kann, was nicht jeder andere kann und diese Dinge einmal aufzuschreiben. Du wirst sehen, je öfters Du auf Deine Liste schaust, desto mehr Dinge fallen Dir ein, die Du gut oder besonders gut kannst. Selbst Dinge gehören da rauf,  von denen Du glaubst, dass das doch jeder kann und vollkommen normal ist. Zum Beispiel mit Deinen Fingern beider Hände auf dem Tisch zu trommeln. Ich kann das zum Beispiel nicht, weil ich eine halbseitige spastische Lähmung habe.

Als sinnvoll hat sich auch gezeigt, ein Erfolgstagebuch zu führen. Da gehört dann alles rein, was man gut oder erfolgreich gemacht hat. Jeden Abend schreibt man seine kleinen odr großen Erfolgserlebnisse des Tages auf und kann dann mit den positiven Gedanken seelenruhig einschlafen.

Diese Dinge greifen nicht von heute auf morgen, aber sie sind ein erster Schritt in die richtige Richtung zu einem gesunden Selbstwertgefühl.

Raus aus dem Hamsterrad – Gewinne wieder die Kontrolle über Dein Leben

Du steckst fest. Alles ist Dir zu viel. Du hast die Kontrolle über Dein Leben verloren, fühlst Dich fremdbestimmt von den Erwartungen und Forderungen anderer.

Meistens steckt man schon ganz schön tief drinnen, in diesem Teufelskreis, wenn man das, was andere schon längst gesehen haben, selber erkannt hat.

Weiterlesen

Depression – Ein sehr guter Artikel von Stern online

Wie depressive Menschen denken

20. Januar 2015, 15:23 Uhr

Depressionen versteht nur gänzlich, wer selbst daran leidet oder litt. Doch Psychologen konnten nun darstellen, nach welcher Logik Depressive denken – und wie Angehörige am besten damit umgehen. Von Mirja Hammer

http://www.stern.de/gesundheit/depressionen-verstehen-die-innere-logik-depressiver-menschen-2167612.html